RISSE, DIE LICHT TRAGEN
Der Stein ist weg.
Das Grab offen.
Die Nacht hat ihre Stimme verloren.
Und doch:
Wunden bleiben.
Nicht als Schande,
nicht als Stille –
sondern als Fenster.
Jesus trägt sie.
Nicht weggewischt.
Nicht unversehrt.
Jede Narbe ein Ja,
jede Wunde ein Versprechen:
Leben ist stärker.
Die Auferstehung zerbricht nicht die Wahrheit des Schmerzes.
Sie nimmt ihn auf.
Sie verwandelt ihn.
Risse werden Wege.
Offene Haut wird Licht.
Und Hoffnung bricht sich Bahn,
durch alles, was war,
durch alles, was wir tragen.
Wir ziehen Stoff über unsere Haut,
nicht um zu verbergen.
Sondern um zu zeigen:
Glaube, Hoffnung, Leben –
sichtbar, spürbar, tragbar.
Der Allmächtige auf der Haut,
das Licht, das wir weitertragen.
Der Stein ist weg.
Die Wunden noch da.
Das Wunder ist trotzdem geschehen.
Und wir?
Wir gehen auferstanden.
Wir gehen sichtbar.
Wir gehen voll Licht, voll Liebe und Leben,
unaufhaltsam. Getragen. Durch Jesus.




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Ich habe aufgehört zu fliehen